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20.09.2010 10:06 Uhr
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der MGV singt

der MGV singt

Renate Külb liest

Renate Külb liest

alle singen mit

alle singen mit

Singen und Lesen passen sehr gut zusammen

Kreativ-Lust-Veranstaltung war ein schöner Erfolg

Mann, was ha­ben wir uns amü­siert und ge­lacht!

­Sin­gen und Le­sen las­sen sich sehr gut kom­bi­nie­ren, zu­mal wenn die vor­ge­tra­gene Ge­schichte und un­ser sin­gen­der Män­ner­chor der­art gut zu­sam­men­pas­sen. Dar­aus folgt dann, daß die Krea­tiv-Lust –­Ver­an­stal­tung der Stadt­büche­rei Obern­kir­chen und un­se­res MGV Obern­kir­chen sehr gut be­sucht war und ein schö­ner Er­folg wur­de.
Am 16. Sep­tem­ber 2010 hat­ten sich viele In­ter­es­sierte um 19:00 Uhr im großen Saal des evan­ge­li­schen Ge­mein­de­zen­trums „Rote Schu­le“ er­war­tungs­froh ein­ge­fun­den.
Nach der net­ten Be­grüßung durch An­ne­ma­rie Matt­häi von der Stadt­büche­rei ließ un­ser Chor das mu­si­ka­li­sche „Will­kom­men“ un­ter der Lei­tung von Wer­ner Ho­bein er­klin­gen. Nach kur­zen Wor­ten un­se­res 1. Vor­sit­zen­den, Klaus-Die­ter Scheit­hau­er, folg­ten die Lie­der „Freun­de, ein Lied muß sein“ und „Laßt uns alle fröh­lich sin­gen“.
Dann wur­den die ers­ten Blocks der lus­ti­gen Ge­schichte in Knit­tel­ver­sen „­die ver­unglückte Sän­ger­fahr­t“ von der „Eu­le“ Re­nate Külb ge­le­sen. Die­ses wun­der­bare Ge­dicht von Wil­helm Grimm wurde im Jahre 1898 ver­öf­fent­licht. Da un­ser MGV Obern­kir­chen be­kann­ter­maßen im Jahr 1870 ge­grün­det wurde und Wil­helm Grimm sehr­wohl einen Be­zug zum da­ma­li­gen Chor hat­te, ist an­zu­neh­men, dass er viele Be­ob­ach­tun­gen in un­se­rem Ver­ein ge­macht hat. Wil­helm Grimm hat seine Mit­menschen au­gen­schein­lich sehr ge­nau be­ob­ach­tet und in herr­li­chen Ver­sen und äußerst hu­mor­voll von die­ser „­ver­unglück­ten Sän­ger­fahr­t“ be­rich­tet.
Nach den Pas­sa­gen „­Mot­to“, „Vor­wor­t“ und „­die Ge­ne­ral­ver­samm­lung“ sang un­ser Män­ner­chor „das Mor­gen­rot“ und natür­lich „das Wan­dern ist des Mül­lers Lust“.
­Die an­we­sen­den Be­su­cher nah­men an­sch­ließend gern die Ge­le­gen­heit wahr, ge­mein­sam mit den Sän­gern das „hoch auf dem gel­ben Wa­gen“ nach zu­vor vom MGV ver­teil­ten Text­blät­tern zu sin­gen. Nun ging die lus­tige Ge­schichte wei­ter. Die „Eu­le“ Ilse Bi­schoff las die Blocks „­die Ab­fahr­t“ und „­die Rei­se“. Längst wa­ren alle An­we­sen­den, die Be­su­cher wie auch die Sän­ger von der Ge­schichte Wil­helm Grimms ge­fan­gen und lausch­ten sehr auf­merk­sam je­dem Wort. Viele schmun­zelnde und la­chende Ge­sich­ter wa­ren im­mer wie­der zu be­ob­ach­ten. Und – es war für die Sän­ger auch ver­blüf­fend, wie viele Par­al­le­len zur heu­ti­gen Zeit mit nur et­was gu­tem Wil­len aus­zu­ma­chen wa­ren. Herr­lich und höchst amüsant.
Als nächste Mu­sikstü­cke folg­ten „herr­li­che Ber­ge“, „­der Lin­den­baum“ und wie­der ge­mein­sam ge­sun­gen „­mein Va­ter war ein Wan­ders­mann“.
Und nun ka­men die wahr­lich lus­tig dra­ma­ti­schen Teile der Ge­schichte „das Fest im Wal­de“ und „­der Wol­ken­bruch“, vor­ge­tra­gen von der „Eu­le“ Bar­bara Ku­chen­becker. Mann, oh Mann, wie hat es da die Rei­se­ge­sell­schaft er­wi­scht.
­Doch Sän­ger las­sen sich nicht so leicht un­ter­krie­gen und so er­klan­gen fol­ge­rich­tig die Lie­der „­frisch ge­sun­gen“ und „­die Nacht“.
Es war noch ein­mal Bar­bara Ku­chen­becker, die die ab­sch­ließen­den Blocks „­die Heim­kehr“ und „­Schluss­wor­t“ las. Mein Gott, was muss­ten die ar­men Sän­ger al­les durch­ma­chen und er­tra­gen, bis sie völ­lig er­schöpft und in größten­teils ver­we­ge­nem Zu­stand ihr Zu­hause er­reich­ten.
Und mit wel­chen Lie­dern konnte der Män­ner­chor die­sen Abend be­schließen? Na­he­lie­gend wa­ren das „­good night, La­dies“ und das noch ein­mal ge­mein­sam mit al­len Be­su­chern ge­sun­gene „ade zur gu­ten Nacht“.
Eine rundum ge­lun­gene Krea­tiv-Lust-Ver­an­stal­tung „­Sin­gen und Le­sen“ hatte einen schö­nen Ab­schluß ge­fun­den. Alle An­we­sen­den, die Be­su­cher wie die Ak­teure ha­ben die­sen Abend sehr ge­nos­sen. Der große ab­sch­ließende Ap­plaus und vie­le, viele an­er­ken­nende und lo­bende Worte wa­ren für die en­ga­gier­ten „Eu­len“ und un­se­ren Män­ner­chor un­ter der Lei­tung von Wer­ner Ho­bein ein schö­ner Lohn.
­Der spon­tane Ge­dan­ke, eine Ver­an­stal­tung „­Sin­gen und Le­sen“ zu wie­der­ho­len, wird von un­se­rem Chor mit ei­ni­ger Wahr­schein­lich­keit auf­ge­grif­fen.
Dann kann si­cher auch Die­ter Grimm vom Mar­kant Markt und En­kel der Dich­ters, Wil­helm Grimm, an den Vor­trä­gen teil­neh­men, was ihm aus be­ruf­li­chen Grün­den in die­sem Fall zu sei­nem und un­se­rem Be­dau­ern nicht mög­lich war. Die­ter Grimm hatte un­se­rem 1. Vor­sit­zen­den das Ge­dicht sei­nes Opas gern für diese Ver­an­stal­tung zur Ver­fü­gung ge­stellt. Dafür sa­gen wir Die­ter Grimm noch ein­mal un­se­ren sehr herz­li­chen Dank!
kds, 20. Sep­tem­ber 2010

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Leserreporter: Klaus-Dieter Scheithauer
Rubrik: hörbar
Schlagworte: Kreativ-Lust-Veranstaltung "Singen und Lesen", MGV von 1870 Obernkirchen e.V., Stadtbücherei Obernkirchen


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