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24.09.2010 13:26 Uhr
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Mit schwerem Gerät rücken die Bergungskräfte an.

Mit schwerem Gerät rücken die Bergungskräfte an.

Bis in die frühen Nachmittagsstunden dauert die Bergung.

Bis in die frühen Nachmittagsstunden dauert die Bergung.

Ein Bild des Grauens bietet sich allen, die an der Unfallstelle vorbeikommen.

Ein Bild des Grauens bietet sich allen, die an der Unfallstelle vorbeikommen.

Lkw-Fahrer verstirbt bei Autobahnunfall

Sattelzug prallt mit Baustellenfahrzeug zusammen / Nachfolgende Zugmaschine durchbricht Mittelschutzplanke

Ein To­ter und meh­rere Ver­letz­te: Das ist die bit­tere Bi­lanz ei­nes Un­falls, der sich in der Nacht zu Frei­tag auf der Au­to­bahn 2 er­eig­ne­te. Ge­gen 1.50 Uhr sind bei ei­nem Lkw-Un­fall auf der BAB 2 zwi­schen den An­schluss­stel­len Bad Nenn­dorf und Lau­enau ein 70 Jahre al­ter Lkw-Fah­rer töd­lich und sein 33-jäh­ri­ger Bei­fah­rer le­bens­ge­fähr­lich ver­letzt wor­den. Ein wei­te­rer 69 Jahre al­ter LKW-Fah­rer so­wie zwei Bau­stel­len­ar­bei­ter sind mit leich­ten Ver­let­zun­gen da­von ge­kom­men.
Nach bis­he­ri­gen Er­kennt­nis­sen hatte der 70-Jäh­rige zu­sam­men mit sei­nem 33 Jahre al­ten Bei­fah­rer in sei­nem MAN, der Sat­tel­zug hatte Kat­zen­streu ge­la­den, die BAB 2 auf dem rech­ten Fahr­strei­fen in Rich­tung Dort­mund be­fah­ren. Zwi­schen den An­schluss­stel­len Bad Nenn­dorf und Lau­enau ü­ber­sah der Fah­rer of­fen­bar ein Bau­stel­len­si­che­rungs­fahr­zeug und konnte trotz Brems­ver­suchs einen Zu­sam­men­prall nicht mehr ver­hin­dern. Der Zug kam an­sch­ließend nach rechts von der Fahr­bahn ab, ü­ber­schlug sich und blieb auf dem Grün­strei­fen lie­gen. Der 70-Jäh­rige wurde in sei­nem Fahr­zeug ein­ge­klemmt und konnte von der Feu­er­wehr nur noch tot ge­bor­gen wer­den. Sein aus dem Wa­gen ge­schleu­der­ter Bei­fah­rer kam mit le­bens­ge­fähr­li­chen Ver­let­zun­gen in ein Kran­ken­haus. Un­mit­tel­bar nach dem ers­ten Zu­sam­men­stoß konnte auch der 69-jäh­rige Fah­rer ei­nes nach­fol­gen­den Sat­tel­zu­ges nicht mehr brem­sen und kol­li­dierte eben­falls mit dem Si­che­rungs­fahr­zeug. Der DAF kam an­sch­ließend nach links von der Fahr­bahn ab, durch­brach mit sei­ner Zug­ma­schine die Mit­tel­schutz­planke und blieb kurz da­hin­ter - le­dig­lich die Fahr­zeug­spitze ragte in den Ü­ber­hol­fahr­strei­fen der Ge­gen­fahr­bahn - ste­hen. Der Fah­rer kam mit leich­ten Ver­let­zun­gen da­von. Glück im Un­glück hat­ten auch zwei Mit­ar­bei­ter der Bau­stel­len­fir­ma. Ein 31-Jäh­ri­ger - er saß in dem Si­che­rungs­fahr­zeug - wurde nur leicht ver­letzt. Sein 33 Jahre al­ter Kol­lege - er stand etwa 100 Me­ter hin­ter dem Wa­gen am Straßen­rand - konnte sich durch einen Sprung zur Seite ret­ten und er­litt eben­falls nur leichte Ver­let­zun­gen. Den bei dem Un­fall ent­stan­de­nen Ge­samt­scha­den schätzt die Po­li­zei auf etwa 280 000 Eu­ro. Die BAB 2 blieb bis in den Vor­mit­tag hin­ein in Rich­tung Dort­mund voll ge­sperrt. Den Ein­satz­kräf­ten der Feu­er­wehr bot sich bei ih­rem Ein­tref­fen ein un­ü­ber­sicht­li­che und ü­ber circa 300 Me­ter ver­teilte Un­fall­stell­te. Das Si­che­rungs­fahr­zeug stand völ­lig zer­stört auf der mitt­le­ren Spur in Rich­tung Dort­mund. Zunächst küm­mer­ten sie sich um die ver­letz­ten Per­so­nen, gleich­zei­tig wurde ein Hub­schrau­ber-Lan­de­platz ein­ge­rich­tet und der Brand­schutz si­cher­ge­stellt. Ge­gen 7 Uhr war für die Feu­er­weh­ren aus Ro­den­berg, Au­e­tal, Stadt­ha­gen und Bad Mün­der der Ein­satz be­en­det. Die Ber­gungs­ar­bei­ten dau­er­ten bis in die späten Mit­tags­stun­den an. Der Ver­kehr staute sich auf meh­re­ren Ki­lo­me­tern in bei­den Rich­tun­gen, die Um­lei­tungs­stre­cken wa­ren eben­falls völ­lig ü­ber­las­tet.

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Leserreporter: Miriam Koch
Rubrik: hautnah
Schlagworte: A2, Lange Staus, Unfall


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