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25.11.2010 09:32 Uhr
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Obernkirchen war begeistert!

Der Don Kosaken Chor Serge Jaroff gastierte in der Stiftskirche.

Am Diens­tag, 23. No­vem­ber 2010, war es end­lich so­weit. Mehr als 400 er­war­tungs­frohe Be­su­cher füll­ten schon vor 20:00 Uhr die Stifts­kir­che St. Ma­rien bis auf den letz­ten mög­li­chen Platz. Sie wur­den für ihr Kom­men mit ei­nem be­son­de­ren Hör­ge­nuß be­lohnt.
Pünkt­lich um 20:00 Uhr eröff­ne­ten die Sän­ger des Männer­ge­sang­ver­eins von 1870 Obern­kir­chen e.V. den Kon­zertabend mit drei Lied­vor­trä­gen. Gleich­sam en­ga­giert und nu­an­ciert ge­lei­tet wurde der Chor von Wer­ner Ho­bein. Zu­erst er­klang der „Hym­nus“ von Fried­rich Sil­cher. Alle Sän­ger folg­ten ih­rem Chor­lei­ter sehr kon­zen­triert, so­daß die vom Kom­po­nis­ten ge­wünsch­ten Pas­sa­gen al­le­gro mae­sto­so, kräf­tig und leb­haft wun­der­bar vor­ge­tra­gen wur­den. Die bei­den fol­gen­den Stü­cke wur­den, den Chor un­ter­stüt­zend und sehr ge­konnt ge­spielt, von Re­gina Ack­mann be­glei­tet. Das war zum einen der „Am­bro­sia­ni­sche Lob­ge­sang“ von Pe­ter Brett­ner, ein fest­li­ches Stück, dem der MGV Obern­kir­chen mit den vor­ge­ge­be­nen piano und forte Pas­sa­gen Le­ben gab. Den Ab­schluß die­ses Eröff­nungs­teils bil­dete das Lied „­die Ehre Got­tes in der Na­tur“ von Chris­tian Fürch­te­gott Gel­lert nach der Mu­sik von Lud­wig van Beetho­ven. Ma­jestätisch und er­ha­ben ließ Chor­lei­ter Wer­ner Ho­bein die­sen Chor­satz von sei­nen Sän­gern sehr ge­lun­gen vor­tra­gen.
Es war für die Man­nen des MGV Obern­kir­chen ein be­ein­dru­cken­den, ja auch berühren­des Er­leb­nis vor ü­ber 400 Be­su­chern in der Stifts­kir­che diese Lie­der sin­gen zu dür­fen – teils mit Be­glei­tung von Re­gina Ack­mann – und mit ei­nem an­hal­ten­den, herz­li­chen Ap­plaus be­lohnt zu wer­den.
Da­nach be­grüßte Dr. Her­mann Mün­tin­ga, Pas­tor i. R. und seit vie­len Jah­ren Sän­ger im MGV Obern­kir­chen die Be­su­cher mit herz­li­chen Wor­ten im Na­men des Männer­ge­sang­ver­eins. Er wies auch kurz dar­auf hin, dass der MGV Obern­kir­chen vol­ler Freude und mit ein we­nig Stolz diese fest­li­che Kon­zert Gala mit dem Don Ko­sa­ken Chor Serge Jaroff in der Stifts­kir­che der Hei­mat­stadt Obern­kir­chen zum Ab­schluß der Jah­res des 140. Ver­eins­ge­burts­ta­ges vor­be­rei­tet hat.
­Be­reits bei ih­rem Ein­zug wur­den der Don Ko­sa­ken Chor mit ei­nem war­men Ap­plaus emp­fan­gen. Was nun an Män­ner­chor­ge­sang zu hören war, be­geis­terte die Zuhö­rer von Lied zu Lied sehr, ja sie oft re­gel­recht er­stau­nen. Da gab es keine er­kenn­ba­ren Un­eben­hei­ten zwi­schen dem Chor­lei­ter Wanja Hlibka und sei­nen Sän­gern. Da war in der Tat schnell er­kenn­bar, dass die Sän­ger in der Fach­welt zu Recht als rus­si­sche Stim­men­wun­der be­zeich­net wer­den. Da be­ein­druck­ten die So­lo­sän­ger eins ums an­dere Mal und berühr­ten die Her­zen der Be­su­cher.
In ei­nem ers­ten Vor­trags­block trug der Don Ko­sa­ken­chor eher re­li­giöse und klas­si­sche Werke vor, kurz an­mo­de­riert von ei­nem sehr gut deutsch spre­chen­den Chor­mit­glied. Nach ei­ner kur­zen Pause er­klan­gen dann rus­si­sche Volks­wei­sen, ei­nige da­von natür­lich sehr be­kannte „Ohr­wür­mer“ wie z. B. „A­bend­glo­cken“ und „eintö­nig klingt das Glöck­lein“. Was diese Sän­ger an Mu­si­ka­lität, Fein­ge­fühl und Stimm­kraft zu bie­ten ha­ben, mit wel­cher eher knap­pen Prä­zi­sion der Chor­lei­ter Wanja Hlibka seine Sän­ger in der Tra­di­tion von Serge Jaroff führ­te, man darf sa­gen, war atem­be­rau­bend. Mit ste­hen­den Ova­tio­nen und lang an­hal­ten­dem Ap­plaus be­dankte sich das Pu­bli­kum für viele außer­ge­wöhn­li­che Leis­tun­gen bei Wanja Hlibka und sei­nen un­glaub­li­chen Sän­gern.
­Die­ses Kon­zert des Don Ko­sa­ken Cho­res in der Stifts­kir­che war ein mu­si­ka­li­scher Höhe­punkt für die Stadt Obern­kir­chen, für die vie­len Be­su­cher aus Obern­kir­chen und der Re­gion und für den MGV von 1870 Obern­kir­chen e.V. in sei­nem 140. Ver­eins-Ge­burts­tags­jahr.
Es war wie­derum Dr. Her­mann Mün­tin­ga, der sich zum Ab­schluß bei al­len Be­tei­lig­ten für die­sen wun­der­schö­nen Abend be­dank­te, hier stell­ver­tre­tend bei Wanja Hlib­ka, natür­lich bei Re­gina Ack­mann und selbst­ver­ständ­lich auch bei Wer­ner Ho­bein. Alle drei er­hiel­ten un­ter wie­derum großem Ap­plaus ein klei­nes, dan­ken­des Prä­sent.
Und dann wurde der MGV Obern­kir­chen von dem Don Ko­sa­ken Chor mit ei­ner schö­nen Geste be­schenkt. Ge­mein­sam san­gen beide Chöre un­ter der Lei­tung von Wer­ner Ho­bein den rus­si­schen Vesper­ge­sang von Di­mi­tri Bort­niansky „Ich bete an die Macht der Lie­be“. Welch herr­li­cher, aus­drucks­vol­ler und emo­tio­na­ler Ab­schluß ei­nes ein­ma­li­gen Kon­zertabend des MGV von 1870 Obern­kir­chen e.V. mit dem gran­dio­sen Don Ko­sa­ken Chor Serge Jaroff. Ein­mal mehr er­ho­ben sich die Be­su­cher von ih­ren Plät­zen, ehr­ten da­mit alle mit­wir­ken­den Mu­si­ker, ga­ben ih­rer volls­ten Zu­frie­den­heit Aus­druck und ver­ab­schie­de­ten diese mit ei­nem lan­gen, herz­li­chen Ap­plaus.
Welch ein chor­mu­si­ka­li­sches Er­leb­nis in der Stifts­kir­che Str. Ma­rien in Obern­kir­chen!
kds, 25. No­vem­ber 2010

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Leserreporter: Klaus-Dieter Scheithauer
Rubrik: hörbar
Schlagworte: Don Kosaken Chor Serge Jaroff, MGV von 1870 Obernkirchen e.V., Obernkirchen war begeistert!


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