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01.10.2009 17:14 Uhr
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Beobachtungen der Dachse in Poggenhagen/Auetal

Dachse im Auetal

1988 drehte der Tier­fil­mer Curt Cap­pel aus Min­den sei­nen Dachs­film in ei­nem klei­nen Wäld­chen bei Reh­ren, nahe der Au­to­bahn. Mit ei­ner aus­ge­klü­gel­ten Film­tech­nik machte er die nächt­lich le­ben­den Dachse sicht­bar und be­ob­ach­tete mit der Ka­mera Ver­hal­tens­wei­sen, die nie zu­vor im Fern­se­hen ge­zeigt wor­den sind. Um die Dachse in den Näch­ten stän­dig im Auge zu ha­ben, legte Curt Cap­pel eine 400 m lange Strom­lei­tung vom Bau­ern­hof der Hel­pers zum 10m ho­hen Film­turm in Wäld­chen. Dort hatte der Min­de­ner sein Film­ver­steck ein­ge­rich­tet und vorn dort aus ver­teilte er den Strom mit Hilfe ei­nes Schalt­pul­tes auf sechs ver­schie­dene Lam­pen im Dachs­wald. Diese Lam­pen be­leuch­te­ten den Dachs­bau vom Früh­jahr bis in den Herbst hin­ein und er­laub­ten dem Tier­fil­mer un­ge­störte nächt­li­che Be­ob­ach­tun­gen. Die Dachse ge­wöhn­ten sich schnell an das Licht, zu­mal die­ses - so wie der Mond, von oben schien. Es war mir wie im Thea­ter, wenn ich be­ob­ach­te­te, er­in­nert sich der Tier­fil­mer. Die Hel­lig­keit der Lam­pen reichte zwar zum be­ob­ach­ten aus, aber zum fil­men musste Curt Cap­pel ein Nacht­sicht­gerät ein­set­zen. Da es in der Dun­kel­heit aber keine Far­ben gibt, sieht auch das Nacht­sicht­gerät, so wie die Au­gen der Nacht­tiere auch, das Um­feld farb­los, also schwarz weiß.

Am Mitt­wo­ch, den 21.Ok­to­ber 2009 zeigt Curt Cap­pel sei­nen Film „Ein Jahr mit Dach­sen“ im Spie­gel­saal „Alte-Mol­ke­rei“ in Au­e­tal-Reh­ren, Be­ginn: 19.00 Uhr

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Leserreporter: Karl Hampel
Rubrik: hautnah
Schlagworte: Filmvortrag


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