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16.02.2020 15:37 Uhr
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Foto: Stiftung Creative Kirche

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Der Chor ist bereit

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Sammlung für Brot für die Welt: Geld geben, CD nehmen

Sammlung für Brot für die Welt: Geld geben, CD nehmen

Foto: Stiftung Creative Kirche

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Ein Mega-Chor, die Profis und die Botschaft von Martin Luther King

Ein Traum verändert die Welt

Wer kennt die Worte nicht: “I have a dre­am….“, ich habe einen Traum. Ge­spro­chen 1963 von Mar­tin Lu­ther King, ei­nem Bap­tis­ten­pas­tor, der mit sei­nem ge­walt­lo­sen Ein­satz für Gleich­be­rech­ti­gung und Men­schen­rechte die Welt ver­än­dert hat. Lei­der ge­winnt die Bot­schaft von fried­li­chem Mit­ein­an­der und der Ein­heit der Mensch­heit heute wie­der mehr an Wich­tig­keit und sollte uns Vor­bild sein für Wi­der­stand ohne Ge­walt und dem Kampf ge­gen Frem­den­feind­lich­keit.
Das Chor­pro­jekt „­Mar­tin Lu­ther King – Ein Traum ver­än­dert die Welt“ ist das neue Mu­si­cal der Stif­tung Crea­tive Kir­che, die in den ver­gan­ge­nen Jah­ren mit „Lu­ther“ und „­Die 10 Ge­bo­te“ schon Mei­len­steine in der Mu­si­cal­szene ge­setzt hat. Und auch die­ses Mal ge­lingt dem Au­to­ren­team aus An­dreas Ma­lessa (Li­bret­tist), Hanjo Gäb­ler (Kom­po­nist) und Chri­stoph Ter­buy­ken (Kom­po­nist) wie­der et­was wirk­lich Ge­nia­les auf die Büh­nen zu brin­gen. Nicht nur pro­fes­sio­nelle Mu­si­caldar­stel­ler sind die Stars, son­dern auch 1164 Sän­ge­rin­nen und Sän­ger im Al­ter von zar­ten 6 bis 86 Jah­ren brach­ten die Halle in Han­no­ver zum Be­ben.
Zwei Auf­führun­gen gab es am 15. Fe­bruar in der Swiss Life Hall in Han­no­ver, an de­nen 34 re­gio­nale Chöre und 233 Ein­zel­teil­neh­mer be­tei­ligt wa­ren. Mo­na­te­lang wur­den die Lie­der in den hei­mi­schen Chor­stun­den ge­probt, dann gab es end­lich die große ge­mein­same Probe mit zwei Di­ri­gen­ten und den Mu­si­kern. Aus Lie­dern wurde die Ge­schichte um das Le­ben und Wir­ken Mar­tin Lu­ther King, sei­ner Fa­mi­lie, sei­ner Mit­strei­te­rin Rosa Parks und sei­nem Geg­ner Mal­colm X. Das Pu­bli­kum er­lebt eine Mu­sik­mi­schung aus Gos­pel, Rock´n´Roll, Mo­town und Pop, viele be­kannte Lie­der sind da­bei.
Das Büh­nen­bild be­steht aus fas­zi­nie­rend we­nig. Klöt­ze, die zu Wän­den wer­den, Ein­zel­teile und Stühle rei­chen aus. Das wohl größte Teil ist der Er­den­ball, der das Pu­bli­kum ak­tiv wer­den lässt und durch die Rei­hen der Zu­schauer tanzt.
­Ne­ben dem Mega-Chor und den Mu­si­kern sind es acht pro­fes­sio­nelle Mu­si­cals-Dar­stel­ler, die teil­weise schon zur Stamm­be­set­zung gehören. Gino Em­nes (Mar­tin Lu­ther King), Do­mi­nik Doll (Mal­colm X), Ben­ja­min Eber­ling (Bull Con­nor), Ste­fan Stara (Bie­der­bür­ger und wei­tere Rol­len), Peti van der Velde (Co­retta Scott King), Bo­nita Nies­sen (Rosa Parks), Ka­ro­lin Ko­nert („Hei­lige Geis­tin“) und Kath­leen Bauer (Leh­re­rin und wei­tere Rol­len) sind schon auf vie­len Büh­nen der Welt ge­we­sen und schaf­fen es, die da­ma­lige Zeit wie­der le­ben­dig wer­den zu las­sen. Natür­lich ist es nicht mög­lich, in 2,5 Stun­den Mu­si­cal ein jah­re­lan­ges Le­ben und Wir­ken kom­plett auf­zu­ar­bei­ten. Aber wich­tige Eck­da­ten wie Ro­sas Sit­zen­blei­ben, der Buss­treik, die Frie­dens­no­bel­preis Ver­lei­hung, die le­gen­däre Rede am 28.8.1963 sind The­ma; ebenso aber auch Fa­mi­lie, Zwei­fel und Ver­zweif­lung, De­pres­sio­nen und Kings Ge­gen­spie­ler. Was bleibt und ist ge­blie­ben nach ü­ber 50 Jah­ren nach Kings Er­mor­dung?
Wer die da­ma­lige Zeit nicht sel­ber mit­er­lebt hat oder sich schon mit dem Le­ben Mar­tin Lu­ther King aus­ein­an­der ge­setzt hat, tut gut dar­an, sich vor dem Mu­si­cal die Syn­op­sis im Pro­gramm­heft durch­zu­le­sen. Nicht jede Szene ist sonst leicht ver­ständ­lich. Da auch Hu­mor nicht feh­len darf, gibt es auch Stel­len, wo herz­haft ge­lacht wer­den kann. Die Ein­reise in die da­ma­lige DDR kann auch mit ei­nem an­de­ren Do­ku­ment als Aus­weis ge­lin­gen und Schuhe und Klei­der kön­nen sehr wich­tig sein.
Un­ge­wöhn­lich und be­son­ders er­wäh­nens­wert ist die Rolle von Ka­ro­lin Ko­nert als „Hei­lige Geis­tin“. Nicht­gläu­bige könn­ten es auch als die Stimme des Ge­wis­sens be­zeich­nen. Un­auf­dring­lich, aber im­mer prä­sent und teil­weise im Hin­ter­grund. Fas­zi­nie­rend in der Dar­stel­lung wie auch der Wahl des schlich­ten und pas­sen­dem Kostüm.
­Die in das Mu­si­cal per­fekt in­te­grierte Samm­lung für „­Brot für die Welt“ er­gab in der Mit­tags­vor­stel­lung eine Summe von ü­ber 6000 Eu­ro. Geld, das auch mit Si­cher­heit dort an­kommt, wo es für sau­be­res Trink­was­ser drin­gend benötigt wird.
Wer die Vor­stel­lun­gen in Han­no­ver nicht be­su­chen konn­te, hat noch an neun wei­te­ren Ter­mi­nen Ge­le­gen­heit. Schon am kom­men­den Sams­tag ist die nächste Auf­führung in Halle (West­f.). Ur­sprüng­lich sollte es in Min­den statt­fin­den, wurde je­doch we­gen Schließung der Kampa-Halle in die OWL-Arena in Halle (West­f.) ver­leg­t.
Für Auf­führun­gen in 2021 ist ein Mit­sin­gen auch noch mög­lich.
Wei­tere In­for­ma­tion und Zu­schau­er­tickets:
ww­w.king-mu­si­cal.­de/tickets und Te­le­fon 02302/28 222 22
All­ge­meine In­for­ma­tio­nen un­ter: ww­w.king-mu­si­cal.de
­Fo­tos teil­weise mit freund­li­cher Ge­neh­mi­gung der Stif­tung Crea­tive Kir­che.

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Leserreporter: Regina Tegeler
Rubrik: hörbar
Schlagworte: Chormusical, Martin Luther King, Swiss Life Hall Hannover


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