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18.04.2020 10:40 Uhr
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Die Fachperson nimmt im verwaisten Kart Platz

Die Fachperson nimmt im verwaisten Kart Platz

Wann dürfen unsere Fahrer den Platz endlich wieder einnehmen?

Wann dürfen unsere Fahrer den Platz endlich wieder einnehmen?

Geisterspiele im Fußball und auch Geisterrennen in der Formel 1?

SMC befragt dazu die Fachwelt

Die ge­samte Sport­welt be­fin­det sich in Ru­he­stel­lung. Je­der ver­sucht al­lein, sich fit zu hal­ten und sehnt wie­der den ge­mein­sa­men Wett­kampf her­bei. Dazu die An­feue­rung der Zu­schau­er; Pu­bli­kum auf den Rän­gen, den Ju­bel der vie­len Stim­men und Bei­fall. Aber bis es wie­der so­weit ist, wird es wohl noch ein lan­ger Weg sein. Die Fach­welt spricht des­halb von Geis­ter­spie­len. Nicht nur im Fuß­ball, son­dern auch die For­mel 1 denkt ü­ber Geis­ter­ren­nen nach.
Wir vom Stadt­hä­ger Mo­tor Club e.V. im ADAC ha­ben dazu einen Fach­mann be­fragt. Auf hei­mi­schen Gelände nahm Herr (o­der Frau?) Geist dazu in ei­nem Kart des Ver­eins Platz, da auch diese Sport­geräte nun schon seit Wo­chen ver­ein­samt in der Ga­rage ste­hen.
Te­ge­ler: Die Sport­welt spricht von Geis­ter­spie­len. Sie als Fach­mann, was hal­ten Sie da­von? Ha­ben Sie dafür ü­ber­haupt Zeit?
­Geist: Herz­li­chen Dank, dass end­lich je­mand mal uns dazu be­fragt. Wir Geis­ter ha­ben ei­gent­lich alle un­sere fes­ten Ar­beitsplät­ze. Auf Jahr­märk­ten in den Geis­ter­bah­nen, in den vie­len Frei­zeit­parks und di­ver­sen Dun­ge­ons auf der Welt sind wir alle gut be­schäf­tigt. Und nach­dem Hal­lo­ween in Deutsch­land po­pulä­rer ge­wor­den ist, kom­men so­gar Kol­le­gen aus der USA uns dann noch zu Hil­fe. Da­nach sind wir froh, wenn wir uns ü­ber Win­ter et­was er­ho­len kön­nen und nur noch in un­se­ren Pri­vat­räu­men et­was rum­gru­seln kön­nen.
T: Alle Parks und Ver­an­stal­tun­gen sind je­doch ab­ge­sagt. Da müsste Ih­nen diese Ab­wechs­lung doch ge­fal­len?
G: Un­sere Be­stim­mung ist das Er­schre­cken der Leu­te. Wir möch­ten ih­nen einen woh­li­gen Schauer den Rü­cken run­ter lau­fen las­sen. Un­ser Job ist rich­tig aus­ge­führt, wenn mei­nem Ge­genü­ber der Mund vor Schreck of­fen ste­hen bleibt, kein Laut außer höchs­tens ei­nem Schrei mehr kommt. Und die Au­gen groß wer­den vor Angst. Aber wäre das auch im Sport dann so?
T: Sie ha­ben Recht. Da soll Freude und po­si­tive Emo­tion sein.
G: Ja, so ist es. Und dann auch noch die­ses der­zei­tige Wet­ter….
T. Außen­sport­ler freuen sich ü­ber den Son­nen­schein und tro­ckene Ta­ge. Es ist per­fekt in die­sem Früh­ling.
G: Als Geist ar­bei­tet man aber im Dunklen. Ne­bel ist toll, et­was Feuch­tig­keit noch im Raum. Ein­fach gru­se­lig! (Geist ver­dreht vor Be­geis­te­rung die Au­gen und ver­sinkt in Ge­dan­ken)
T: Und wie ist Ihre fi­nan­zi­elle Lage in der der­zei­ti­gen Zeit? Muss­ten Sie auch schon Kurz­ar­beit an­mel­den oder könnte das durch Ih­ren Ein­satz bei den Geis­ter­spie­len ab­ge­wen­det wer­den?
G: Zum Glück benöti­gen wir Geis­ter kei­nen Mam­mon. Und auch keine Frisöre, Klo­pa­pier oder feste Nah­rung wie Nu­deln oder Brot. Das kön­nen wir der Mensch­heit ü­ber­las­sen und dür­fen ent­spannt in die Ewig­keit schau­en.
T: Ist Ihre Bran­che denn auch von Nach­wuchs­sor­gen ge­plag­t?
G: Nur im Ok­to­ber ha­ben wir et­was Man­gel an Per­so­nal. Aber da gibt es noch genü­gend Men­schen, die kurz­fris­tig ein­sprin­gen und in un­sere Rolle schlüp­fen. Der Nach­wuchs kommt von al­lein. Neh­men Sie den T-Rex als Bei­spiel: Arme zu kurz-keine Hände ge­wa­schen- und zack, aus­ge­stor­ben.
T: Wir dan­ken Ih­nen für das In­ter­view. Gibt es noch einen Schluss­ge­dan­ken für die Sport­welt?
G: Oh ja! Hal­tet durch und habt Ge­duld. Ver­sucht euch sel­ber da­heim fit zu hal­ten, ernährt euch rich­tig und macht halt das, was zur­zeit mög­lich ist. Bleibt eu­ren Ver­ei­nen treu, un­ter­stütz sie in der di­gi­ta­len Welt und freut euch dar­auf, dass es auch ir­gend­wann für euch wie­der an­ders ist. Für uns aber nicht. Denn: Ee­e­e­ewig­keit ist Lan­ge­weile auf Dau­er! Das ist ein Zi­tat aus ei­nem Mu­si­cal, was ich da­mals als Mensch gern be­sucht habe (Geist grinst ü­ber beide nicht mehr vor­han­dene Oh­ren).
T: Vie­len Dank für das in­ter­essante Ge­spräch. Wir freuen uns auf ein Wie­der­se­hen mit Ih­nen auf Ih­rer Ar­beits­stelle im Frei­zeit­park De Ef­te­ling in den Nie­der­lan­den bald wie­der­.

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Leserreporter: Regina Tegeler
Rubrik: atemlos
Schlagworte: Formel 1, Geisterrennen, Geisterspiele, Jugend Kartslalom, Motorsport, SMC Stadthäger Motor Club e.V. im ADAC


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